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Bling Card Alternative: Taschengeld-Apps mit und ohne Karte im Vergleich

Bling Card Alternative gesucht? Bling, Revolut <18, KNAX-App, Kinderkonto und Pepp im Vergleich: Karte, Kosten, Mindestalter, Aufgaben, Medienzeit, Datenschutz.

Florian Kelm8 Min. Lesezeit1.562 Wörter

Pepp rollt los

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Karte lohnt sich ab etwa 10 Jahren und dann, wenn das Kind tatsächlich allein unterwegs oder online bezahlt. Vorher ist sie ein Werkzeug ohne Aufgabe – und bei Karten-Apps eine monatliche Gebühr.
  • Gebühren vergleichen: Bling kostet ab 2,99 € im Monat (Lite), Revolut <18 ist im Basistarif der Eltern kostenlos, das Kinderkonto der Hausbank meist ebenfalls, Pepp 2,99 € im Monat für die ganze Familie.
  • Ohne Karte geht es auch: eine Zähler-App wie Pepp oder die KNAX-App plus Bargeld oder Kinderkonto. Die App zeigt Taschengeld, Extras und Sparziel, das Geld bleibt bei euch.
  • Entscheidungskriterien: Alter des Kindes, laufende Kosten, welche Funktionen ihr wirklich nutzt (Aufgaben, Sparziele, Medienzeit) und wo die Daten eures Kindes liegen.

Die Bling Card ist eine der bekanntesten Taschengeldkarten in Deutschland – und für viele Eltern der erste Kontakt mit der Idee, Taschengeld digital zu verwalten. Wer nach einer Bling Card Alternative sucht, hat meist einen von drei Gründen: die monatliche Gebühr, das Gefühl, dass das eigene Kind für eine Karte noch zu jung ist, oder der Wunsch nach Funktionen, die Bling nicht bietet – etwa Medienzeit als Belohnung. Dieser Vergleich zeigt, was die Bling Card ist, wann eine Karte überhaupt sinnvoll ist, welche Alternativen es mit und ohne Karte gibt und für welche Familie was passt. Eine davon, Pepp, ist unsere eigene App; wir versuchen, alle gleich fair zu behandeln.

Was die Bling Card ist

Bling ist eine Prepaid-Debitkarte für Kinder und Jugendliche, verbunden mit einer Eltern-App und einer Kinder-App. Ihr ladet Guthaben auf, richtet ein automatisches Taschengeld ein und seht jede Zahlung als Push-Nachricht. Das Kind bezahlt mit der Karte im Laden oder online; Schulden sind nicht möglich, weil nur ausgegeben werden kann, was aufgeladen wurde. Die Karte lässt sich in der App jederzeit sperren, Ersatzkarten sind kostenlos. Dazu kommen Spartöpfe, ein Aufgabenplaner mit Belohnung, Einkaufslisten, ein Lernspiel und über 100 Kartenmotive. Bling ist keine Bank – das Guthaben liegt laut Bling bei einem regulierten Bankpartner und unterliegt der Einlagensicherung.

Das Mindestalter beträgt 7 Jahre. Die Preise laut Anbieterseite, Stand September 2026: Lite ab 2,99 € im Monat, Plus ab 4,99 €, Max ab 8,25 € – die Pläne unterscheiden sich vor allem in der Zahl der „Sparbäume“ (einer Geldanlage-Funktion) und der Einkaufslisten. Vorweg gibt es 10 Tage kostenlos.

Bling macht vieles richtig: Die Karte ist gut gestaltet, die Eltern-Kontrolle ist engmaschig, und für ein Kind, das mit 12 allein in die Stadt fährt, ist eine Karte mit Limit ein sinnvolles Werkzeug. Die Frage ist nur, ob euer Kind dieses Werkzeug schon braucht.

Wann eine Karte sinnvoll ist – und wann nicht

Eine Karte löst ein konkretes Problem: Das Kind soll bezahlen können, ohne dass ihr dabei seid, und ihr wollt trotzdem sehen und begrenzen, was passiert. Wo dieses Problem nicht besteht, hat die Karte keine Aufgabe.

Alter. Bis etwa 9 Jahre bekommt ein Kind laut Taschengeldtabelle 0,50–3 € pro Woche und gibt sie beim Bäcker, am Kiosk oder auf dem Schulfest aus. Münzen in der Hand vermitteln in diesem Alter mehr als jede App: zählen, vergleichen, erleben, dass das Geld weg ist. Ab etwa 10 Jahren, wenn das Taschengeld monatlich kommt und das Kind eigene Wege geht, ändert sich das. Ausführlich dazu: Kinderkonto, Sparschwein oder App.

Onlinekäufe. Der stärkste Grund für eine Karte. Wer seinem 12-Jährigen erlauben will, ein Spiel für 15 € selbst zu kaufen, braucht ein Zahlungsmittel mit Limit. Die Alternative – die eigene Kreditkarte hinterlegen – ist die schlechtere. Was ein Kind rechtlich ohne eure Zustimmung kaufen darf, regelt der Taschengeldparagraph; Abos und größere Beträge fallen nicht darunter, egal mit welcher Karte.

Gebühren. Karten-Apps mit eigener Gebühr kosten meist zwischen 3 und 8 € im Monat. Bei einem Achtjährigen mit 10 € Taschengeld im Monat frisst die Gebühr bis zu 80 % dessen, was verwaltet wird. Bei einem 14-Jährigen mit 30 € und regelmäßigen Onlinekäufen sieht die Rechnung anders aus.

Verlust. Karten gehen verloren – in der Schule, im Bus, im Schwimmbad. Bei Prepaid-Karten ist der Schaden auf das Guthaben begrenzt, und die Sperrung in der App ist schnell. Trotzdem: Ein Kind, das sein Portemonnaie regelmäßig verliert, ist für eine Karte noch nicht bereit, egal wie alt.

Achtung

Zwei Dinge vor dem Abschluss prüfen: Erstens die Gesamtkosten – Monatsgebühr mal zwölf, plus eventuelle Gebühren fürs Abheben oder für Zahlungen in Fremdwährung, minus Testphase. Zweitens der Ablauf bei Kartenverlust: Wie schnell könnt ihr sperren, was kostet die Ersatzkarte, und was passiert mit Guthaben, das vor der Sperrung abgebucht wurde? Beides steht in den FAQ der Anbieter, aber selten auf der Startseite.

Pepp

Aufgaben, Taschengeld und Medienzeit an einem Ort

Pepp macht aus Aufgaben Quests. Dein Kind sammelt, du behältst den Überblick – ohne Bankkonto, ohne Karte.

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Bling Card Alternativen im Überblick: die Vergleichstabelle

Die Tabelle stellt Bling vier Alternativen gegenüber – zwei mit Karte, zwei ohne. Preise und Funktionen stammen von den Anbieterseiten, Stand September 2026; sie ändern sich, deshalb vor einer Entscheidung noch einmal nachsehen.

Bling Revolut <18 KNAX-App (Sparkasse) Kinderkonto der Hausbank Pepp
Karte ja, Prepaid ja, Prepaid-Debit nein meist Girocard, Guthabenbasis nein
Kosten ab 2,99 €/Monat (Lite), 4,99 € (Plus), 8,25 € (Max) kostenlos im Standard-Tarif der Eltern; Eltern brauchen ein Revolut-Konto kostenlos meist kostenlos bis 18 2,99 €/Monat oder 23,90 €/Jahr pro Familie, 7 Tage gratis
Mindestalter 7 Jahre 6 Jahre ca. 6–12 Jahre (Zielgruppe) ab Geburt möglich, Karte je nach Bank ab ca. 6 Jahren im Kind-Modus, jünger mit Eltern
Aufgaben-Funktion ja, Aufgabenplaner mit Belohnung ja ja nein ja, Quests mit Belohnung in Geld oder Medienzeit
Medienzeit nein nein nein nein ja, als Belohnung und Grenze pro Kind
Echtes Geld in der App ja, Guthaben beim Bankpartner ja nein, virtuelles Konto ja, Girokonto nein, Pott ist ein Zähler
Anbieter / Bankpartner (Sitz) Bling Services GmbH, Deutschland; Bankpartner in Frankreich Revolut Bank UAB, Litauen Sparkassen-Finanzgruppe, Deutschland eure Bank, Deutschland BlueBranch GmbH, Deutschland (EU-Server)

Wie ihr die Tabelle lest: Die beiden Karten-Angebote unterscheiden sich vor allem im Preis und in der Voraussetzung – Revolut <18 ist kostenlos, wenn ihr selbst Revolut-Kunden seid oder werden wollt; Bling ist unabhängig, kostet dafür. Das Kinderkonto der Hausbank ist die klassische, meist kostenlose Lösung ab 10, meist ohne Aufgaben- oder Sparziel-Funktionen. Die beiden Zähler-Apps – KNAX und Pepp – verwalten kein echtes Geld: Sie zeigen, was das Kind bekommt, verdient und spart, die Auszahlung übernehmt ihr. KNAX ist kostenlos und auf das Taschengeld konzentriert; Pepp kostet, deckt dafür Aufgaben, Taschengeld, Sparziele und Medienzeit in einer Familie mit mehreren Kindern ab.

Kriterien für Eltern

Welche Lösung passt, hängt weniger vom Anbieter ab als von vier Fragen, die ihr euch vorher stellen solltet:

  1. Wie alt ist das Kind – und bezahlt es allein? Unter 10 und noch nicht allein unterwegs: keine Karte. Bargeld plus, wenn ihr Übersicht wollt, eine Zähler-App. Ab 10 und regelmäßig allein unterwegs: Karte – Girocard der Hausbank oder Karten-App.
  2. Was darf es im Jahr kosten? Rechnet die Monatsgebühr mal zwölf und vergleicht sie mit dem Taschengeld eures Kindes im selben Zeitraum. Liegt die Gebühr über 20 % davon, prüft die kostenlosen Optionen zuerst.
  3. Welche Funktionen nutzt ihr wirklich? Nur Taschengeld überweisen und bezahlen: Kinderkonto. Aufgaben mit Belohnung, Sparziele mit Fortschritt: Zähler-App oder Karten-App mit Aufgabenplaner. Medienzeit als Belohnung oder Grenze: unter den verglichenen Angeboten nur Pepp.
  4. Wo liegen die Daten eures Kindes? Fragt nach Sitz des Anbieters, Serverstandort, Werbung und Werbe-IDs, und ob die Kinder-App Tracking enthält. Bei Karten-Apps zusätzlich: Wer ist der Bankpartner, und greift die Einlagensicherung? Eine Zahlung, die euer Kind mit 8 Jahren macht, ist ein Datensatz, der lange existiert.

Wer diese vier Fragen beantwortet hat, braucht die Tabelle nur noch als Nachschlagewerk. Die meisten Familien landen bei einer von drei Kombinationen.

Für wen was passt: drei Familienprofile

Beispiel

Familie A – Grundschulkind, keine Karte. Jonas ist 8, bekommt 2,50 € pro Woche in bar und gibt sie beim Kiosk aus. Seine Eltern wollen Übersicht über Taschengeld, kleine Extra-Aufgaben und sein Sparziel, ohne dass er ein Handy braucht. Sie nutzen Pepp im Kind-Modus auf dem Tablet der Eltern: Taschengeld läuft automatisch in den Pott, Quests bringen 50 Cent oder 15 Minuten Medienzeit, das Sparziel zeigt einen Balken. Ausgezahlt wird freitags in bar. Wie das Anlegen geht, zeigt Erste Quest in Pepp. Alternative ohne Kosten: die KNAX-App.

Familie B – 12-Jährige, allein unterwegs. Lena fährt mit dem Bus zur Schule, kauft sich mittags etwas und will Spiele online kaufen. Ihre Eltern haben ein Kinderkonto bei der Hausbank – kostenlos, Girocard auf Guthabenbasis, 22 € Taschengeld am Monatsersten. Für Onlinekäufe reicht ihnen das nicht; sie vergleichen Bling und Revolut <18 und entscheiden nach Gebühren und danach, ob sie selbst ein Revolut-Konto wollen. Zähler-App brauchen sie nicht – Lena liest ihren Kontoauszug selbst.

Familie C – drei Kinder, 6, 9 und 13. Die Eltern wollen ein System für alle: Aufgaben, Taschengeld und Medienzeit, das beide Eltern sehen. Eine Karten-App würde sich für die beiden Kleinen nicht lohnen, für die 13-Jährige schon. Sie nutzen Pepp für alle drei – ein Preis pro Familie – und geben der Ältesten zusätzlich die Girocard ihres Kinderkontos. Was sie sich in Pepp verdient, überweisen die Eltern monatlich; die Kleinen bekommen es bar.

Kein Profil ist besser als das andere. Familie B braucht eine Karte, Familie A ausdrücklich nicht, und Familie C braucht vor allem eine Übersicht, die mit drei Kindern nicht am Kühlschrank funktioniert.

Fazit

Eine Bling Card Alternative gibt es in zwei Richtungen. Mit Karte: Revolut <18, wenn ihr selbst Revolut nutzt und die Gebühr sparen wollt, oder die Girocard zum meist kostenlosen Kinderkonto der Hausbank. Ohne Karte: eine Zähler-App wie KNAX oder Pepp, kombiniert mit Bargeld oder Konto – die App zeigt, was das Kind bekommt, verdient und spart, das Geld bleibt bei euch. Welche Richtung richtig ist, entscheiden Alter und Alltag eures Kindes: Eine Karte lohnt sich ab etwa 10 Jahren und dann, wenn das Kind tatsächlich allein bezahlt. Vorher ist sie ein Werkzeug ohne Aufgabe. Und in jedem Fall lohnt sich ein Blick auf die Jahresgebühr, auf die Funktionen, die ihr wirklich nutzt, und darauf, wo die Daten eures Kindes liegen.

Häufige Fragen

Braucht mein Kind eine eigene Karte?

Erst, wenn es ohne euch bezahlt: allein in der Stadt, beim Fahrkartenkauf, für ein Spiel im App-Store. Das ist meist ab 10 bis 12 Jahren der Fall. Für ein Grundschulkind, das seine 2,50 € beim Bäcker ausgibt, reicht Bargeld – und die Lektion ist mit Münzen sogar besser.

Was kostet Bling?

Laut Anbieterseite gibt es die Bling Card in drei Plänen: Lite ab 2,99 € im Monat, Plus ab 4,99 € und Max ab 8,25 €, nach einer kostenlosen Testphase von 10 Tagen. Für die Standardnutzung fallen laut Bling keine weiteren Gebühren an. Stand September 2026 – vor dem Abschluss die aktuellen Konditionen auf bling.de prüfen.

Gibt es kostenlose Alternativen?

Ja. Das Kinderkonto der Hausbank ist bei vielen Banken bis zur Volljährigkeit kostenlos und bringt meist eine Girocard auf Guthabenbasis mit. Revolut <18 ist im kostenlosen Standard-Tarif der Eltern enthalten, setzt aber ein eigenes Revolut-Konto voraus. Die KNAX-App der Sparkassen ist kostenlos, verwaltet aber kein echtes Geld.

Ab welchem Alter Karten-Apps?

Bling nennt 7 Jahre als Mindestalter, Revolut <18 6 Jahre. Sinnvoll wird eine Karte aus unserer Sicht erst ab etwa 10 Jahren – wenn das Taschengeld monatlich kommt und das Kind allein bezahlt. Ein 7-Jähriger versteht Geld besser, wenn er es in der Hand hat.

Was unterscheidet Pepp von Bling?

Bling ist eine Prepaid-Karte mit App: Das Kind bezahlt damit echtes Geld, ihr ladet auf und steuert. Pepp hat keine Karte und bewegt kein Geld: Die App zählt Taschengeld, Belohnungen für Quests und Sparziele mit, ausgezahlt wird von euch. Dafür kann Pepp Aufgaben auch mit Medienzeit belohnen und läuft für die ganze Familie zu einem Preis. Bling passt, wenn das Kind bezahlen soll; Pepp, wenn es um Aufgaben, Übersicht und Sparen geht.

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Florian Kelm

Über den Autor

Florian Kelm

Marketing & Wachstum bei Pepp, BlueBranch GmbH

Florian verantwortet bei der BlueBranch GmbH in Fürth das Marketing von Pepp und schreibt hier über Taschengeld, Aufgaben und Medienzeit – mit dem, was Familien in der App tatsächlich einstellen, und dem, was Jugendämter und Studien dazu empfehlen.

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Quellen

  1. Bling – Häufige Fragen: Preise, Mindestalter, Gebühren (Stand September 2026)
  2. Revolut – Revolut <18: Konto für Kinder und Jugendliche
  3. Sparkasse – Die KNAX-Taschengeld-App
  4. Finanztip – Kinderkonto: So eröffnest Du das erste Girokonto für Dein Kind (Stand Februar 2026)
  5. Pepp – Preise: 2,99 € im Monat oder 23,90 € im Jahr pro Familie