Familienalltag

Morgenroutine und Abendroutine für Kinder: Routineplan nach Alter mit Uhrzeiten und Wochenplan

Abendroutine und Morgenroutine für Kinder: Abläufe nach Alter, Beispielplan mit Uhrzeiten, Schlafbedarf, Routineplan zum Abzeichnen und Tipps für Ferien.

Florian Kelm10 Min. Lesezeit1.992 Wörter

Pepp rollt los – die Routine läuft

Das Wichtigste in Kürze

  • Eine Abendroutine für Kinder ist eine feste Reihenfolge von 4 bis 6 Schritten vor dem Schlafen, etwa Schultasche packen, waschen, Schlafanzug, Zähne putzen, Vorlesen und Licht aus, jeden Abend in derselben Folge.
  • Die US-Schlafmedizin (AASM) empfiehlt 10 bis 13 Stunden Schlaf pro 24 Stunden für 3- bis 5-Jährige (mit Mittagsschlaf) und 9 bis 12 Stunden für 6- bis 12-Jährige. Die Zubettgehzeit ergibt sich aus Aufstehzeit minus Schlafbedarf.
  • In der letzten Stunde vor dem Schlafengehen sollten Bildschirme aus sein; das empfiehlt die Leitlinie der deutschen Kinder- und Jugendärzte (DGKJ) mit starkem Konsens.
  • Routinen passen sich dem Alter an: Mit 3–5 Jahren begleiten Eltern jeden Schritt anhand von Bildkarten, mit 6–9 arbeitet das Kind eine Liste weitgehend selbst ab, mit 10–12 gebt ihr nur noch den Rahmen vor.

Eine Morgenroutine und eine Abendroutine für Kinder sind feste Abfolgen von wenigen Schritten, die jeden Tag in derselben Reihenfolge ablaufen: morgens vom Aufstehen bis zur Haustür, abends vom Abendessen bis zum Licht aus. Sie nehmen Diskussionen aus dem Alltag, weil nicht mehr jeder Schritt angesagt werden muss, und sie sichern den Schlaf, den Kinder brauchen. Am besten funktionieren sie mit 4 bis 6 Schritten, einer Zubettgehzeit, die sich aus Aufstehzeit minus Schlafbedarf ergibt, und einer bildschirmfreien letzten Stunde.

Hier findet ihr Routinen nach Alter, einen Beispielplan mit Uhrzeiten, einen Routineplan und einen Wochenplan zum Abzeichnen, eine Anleitung zum Einführen und Hinweise, was ihr tut, wenn die Routine in den Ferien oder bei der Zeitumstellung kippt.

Warum helfen Routinen Kindern morgens und abends?

Routinen entlasten Kinder und Eltern, weil eine feste Reihenfolge vorhersehbar ist und nicht jeden Tag neu verhandelt werden muss. Die Kinderärzte der American Academy of Pediatrics (AAP) schreiben auf ihrem Elternportal HealthyChildren.org, dass gleiche Aufstehzeiten an Werktagen und Wochenenden, feste Essens- und Spielzeiten Kindern Sicherheit geben. Für kleine Kinder empfehlen sie einen einfachen Dreiklang: Zähne putzen, Buch, Bett.

Der zweite Grund ist der Schlaf. Die American Academy of Sleep Medicine (AASM) hat 2016 in einem Konsens, der auf der Auswertung von 864 Fachartikeln beruht, festgelegt, wie viel Schlaf Kinder pro 24 Stunden brauchen:

Alter Empfohlene Schlafdauer pro 24 Stunden (AASM)
1–2 Jahre 11–14 Stunden, inklusive Mittagsschlaf
3–5 Jahre 10–13 Stunden, inklusive Mittagsschlaf
6–12 Jahre 9–12 Stunden
13–18 Jahre 8–10 Stunden

Das Portal kindergesundheit-info.de nennt Durchschnittswerte von 12,5 Stunden mit 3 Jahren, 11,4 Stunden mit 5 und 11 Stunden mit 6 Jahren und betont, dass Abweichungen von bis zu zwei Stunden völlig normal sind und der Schlafbedarf auch später von Kind zu Kind verschieden bleibt. Die Zubettgehzeit rechnet ihr daher rückwärts: Aufstehzeit minus persönlicher Schlafbedarf. Ein Kind, das um 7 Uhr aufsteht und zehn Stunden braucht, sollte um 21 Uhr schlafen.

Wie sieht eine Abendroutine für Kinder nach Alter aus?

Eine Routine muss zum Alter passen: Was eine Vierjährige mit Bildkarten und Begleitung schafft, macht ein Zehnjähriger allein und ohne Plan. Die Zeiten in der Tabelle sind Faustwerte aus redaktioneller Erfahrung für eine Aufstehzeit um 6:30 bis 7:00 Uhr; verschiebt sie mit eurer Aufstehzeit.

3–5 Jahre 6–9 Jahre 10–12 Jahre
Schritte pro Routine 3–4 5–6 so viele wie nötig, das Kind plant selbst
Form des Plans Bildkarten auf Augenhöhe Liste mit Bildern oder Wörtern zum Abhaken kein Plan mehr, nur Eckpunkte
Rolle der Eltern jeden Schritt begleiten anstoßen, am Ende kurz schauen Rahmen setzen (Licht aus, Handy-Parkplatz)
Abendritual im Bett 15–30 Minuten Vorlesen, Lied 15–20 Minuten Vorlesen oder selbst lesen selbst lesen, kurzes Gespräch
Licht aus (Faustwert) 19:00–20:00 Uhr 19:30–20:30 Uhr 20:30–21:30 Uhr
Morgens selbst Anziehen mit Hilfe, Kleidung liegt bereit Anziehen, Frühstück, Zähne, Tasche Wecker stellen, ganzen Morgen allein

Bei 3- bis 5-Jährigen zählt der Schlaf mit Mittagsschlaf. Wer mittags noch schläft, geht abends oft später ins Bett, und das ist in Ordnung, solange die Gesamtsumme passt. kindergesundheit-info.de rät Eltern, sich in der letzten halben Stunde vor dem Einschlafen Zeit für ihr Kind zu nehmen und die festgelegte Zubettgehzeit konsequent beizubehalten. Wichtiger als die genaue Dauer des Rituals ist, dass es jeden Abend gleich abläuft.

Beispiel: Morgenroutine und Abendroutine für Kinder mit Uhrzeiten

Dieser Beispielplan gilt für ein 7-jähriges Schulkind mit Schulbeginn um 8 Uhr und 15 Minuten Schulweg. Er ist ein Ausgangspunkt, kein Soll; passt die Zeiten an euren Alltag an.

Morgenroutine (55 Minuten)

Uhrzeit Schritt
6:45 Aufstehen, Licht an, Toilette
6:50 Anziehen (Kleidung liegt seit gestern Abend bereit)
7:00 Frühstück
7:20 Zähne putzen, Haare
7:30 Schuhe, Jacke, Schultasche (am Vorabend gepackt)
7:40 Losgehen

Abendroutine (ab 18:00 Uhr)

Uhrzeit Schritt
18:00 Abendessen
18:30 Schultasche packen, Kleidung für morgen rauslegen
18:45 Freie Zeit; ab 19:00 Uhr keine Bildschirme mehr
19:15 Waschen oder Baden, Schlafanzug
19:30 Zähne putzen, Toilette
19:35 Vorlesen oder selbst lesen im Bett
19:55 Kurzes Gespräch über den Tag, Licht aus um 20:00 Uhr

Von 20:00 bis 6:45 Uhr sind das 10 Stunden und 45 Minuten Bettzeit, also im Bereich, den die AASM für 6- bis 12-Jährige empfiehlt. Der Trick des Plans liegt im Abend: Alles, was morgens Stress macht, also Kleidung und Schultasche, wandert auf den Vorabend. Dann besteht der Morgen nur noch aus Dingen, die man nicht vorziehen kann.

Pepp

Weniger erinnern, mehr Familie

In Pepp legst du wiederkehrende Aufgaben einmal an – täglich oder an festen Wochentagen. Dein Kind sieht selbst, was ansteht, und du musst nicht hinterherlaufen.

Laden im App StoreJetzt bei Google Play

Wie lange vor dem Schlafen sollten Bildschirme aus sein?

Bildschirme sollten in der letzten Stunde vor dem Schlafengehen aus sein. Das empfiehlt die Leitlinie der deutschen Kinder- und Jugendärzte (DGKJ, AWMF-Register 027-075) mit starkem Konsens; außerdem sollen sich während des Schlafens keine mobilen Bildschirmmedien im Zimmer befinden. Was die Leitlinie sonst nach Alter empfiehlt, steht in der Medienzeit-Tabelle nach Alter. Die Stiftung Kindergesundheit geht noch weiter: Digitale Medien sollten in den letzten zwei bis drei Stunden vor dem Schlafen möglichst gemieden werden, und Smartphones haben im Schlafzimmer, vor allem nachts, nichts zu suchen.

Im Alltag heißt das: Die Bildschirm-Grenze ist ein fester Schritt der Abendroutine, kein Extra-Streit. Im Beispielplan oben ist das 19:00 Uhr. Für Kinder ab etwa 10 Jahren mit eigenem Handy bewährt sich ein Handy-Parkplatz außerhalb des Kinderzimmers, an dem das Gerät über Nacht lädt. Das gilt am besten für die ganze Familie.

Routineplan zum Abzeichnen

Ein Routineplan ist eine Liste der Schritte mit Kästchen zum Abhaken, die dort hängt, wo die Routine passiert. Zeichnet ihn auf ein DIN-A4-Blatt: links die Schritte in der richtigen Reihenfolge, rechts die Wochentage. Für Kinder, die noch nicht lesen, kommt vor jeden Schritt ein kleines Bild.

Abendroutine Mo Di Mi Do Fr Sa So
Schultasche packen ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ – ☐
Kleidung für morgen rauslegen ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐
Waschen, Schlafanzug ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐
Zähne putzen ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐
Lesen im Bett ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐ ☐
Morgenroutine Mo Di Mi Do Fr
Anziehen ☐ ☐ ☐ ☐ ☐
Frühstücken ☐ ☐ ☐ ☐ ☐
Zähne putzen ☐ ☐ ☐ ☐ ☐
Schuhe, Jacke, Tasche ☐ ☐ ☐ ☐ ☐

Die Abendroutine hängt im Bad oder an der Kinderzimmertür, die Morgenroutine an der Garderobe. Das Abhaken ist eine Hilfe zum Merken, keine Leistungsbewertung. Wenn ein einzelner Schritt dauerhaft hakt, kann eine Belohnungstafel für ein paar Wochen helfen, aber nur für diesen einen Schritt und mit geplantem Ende.

Wochenplan für Kinder: Routinen plus feste Termine

Ein Wochenplan für Kinder ergänzt die tägliche Routine um alles, was nur an bestimmten Tagen ansteht: Sport, Musikschule, Bibliothek, Turnbeutel. Er beantwortet die Frage „Was ist heute anders?“, damit das Kind beim Taschepacken selbst daran denkt.

Mo Di Mi Do Fr Sa So
Termin – Schwimmen 16 Uhr – Gitarre 15 Uhr – – –
Einpacken Turnbeutel Badesachen Turnbeutel Gitarrenheft Bücherei-Buch – –
Aufgabe zu Hause Pflanzen gießen – Pflanzen gießen – Pflanzen gießen Zimmer aufräumen Schultasche für Montag

Was im Wochenplan steht, ist zum großen Teil Grundpflicht, also unbezahlt: die eigene Tasche, das eigene Zimmer. Welche Aufgaben in welchem Alter dazugehören, zeigt der Beitrag zu den Pflichten von Kindern im Haushalt. Wer die Planung der Woche mit den Kindern gemeinsam macht, entlastet nebenbei auch sich selbst; mehr dazu im Beitrag zum Mental Load in der Familie.

Bildkarten für Kinder, die noch nicht lesen

Bildkarten machen eine Routine für Kinder ab etwa 3 Jahren sichtbar, ohne dass sie lesen müssen. Am besten funktionieren Fotos, auf denen das eigene Kind den Schritt macht: beim Zähneputzen, beim Schlafanzug-Anziehen, im Bett mit Buch. Gekaufte Symbolkarten gehen auch, aber Fotos erkennen Kinder schneller als sich selbst.

So baut ihr die Karten (redaktionelle Erfahrung):

  • Drei bis vier Karten pro Routine bei 3- bis 5-Jährigen, fünf bis sechs ab dem Schulalter.
  • Senkrecht in der richtigen Reihenfolge an einem Band oder einer Leiste, auf Augenhöhe des Kindes.
  • Erledigt-Prinzip: Jede Karte wird nach dem Schritt umgedreht oder in eine „Fertig“-Tasche gesteckt. Am nächsten Abend dreht ihr sie gemeinsam zurück.
  • Laminieren oder in Klarsichthüllen, damit sie das Bad überstehen.

Wie führt ihr eine neue Routine ein?

Eine neue Routine braucht etwa zwei bis drei Wochen Begleitung, bis sie ohne Ansagen läuft (redaktionelle Erfahrung). Plant den Start für eine ruhige Woche, nicht für die erste Schulwoche.

  1. Drei Tage beobachten. Schreibt auf, wann euer Kind tatsächlich schläft, wann es aufwacht und an welchen Stellen es morgens und abends hakt. Das ist euer Ausgangspunkt.
  2. Aufstehzeit festlegen und rückwärts rechnen. Aufstehzeit minus Schlafbedarf ergibt die Licht-aus-Zeit; davor plant ihr 45 bis 60 Minuten Abendroutine und davor die bildschirmfreie Stunde.
  3. Schritte gemeinsam auswählen. Setzt euch in Ruhe mit dem Kind zusammen und legt 4 bis 6 Schritte in fester Reihenfolge fest. Lasst es mitentscheiden, wo es geht, etwa ob erst Zähne oder erst Schlafanzug.
  4. Plan oder Bildkarten gestalten. Das Kind malt, fotografiert oder klebt mit. Der Plan hängt dort, wo die Routine passiert.
  5. Zwei Wochen gemeinsam durchgehen. Ihr begleitet jeden Schritt und verweist auf den Plan statt auf euch: „Was kommt als Nächstes?“ statt „Jetzt Zähne putzen!“
  6. Begleitung zurücknehmen und nachjustieren. Ab der dritten Woche geht ihr nur noch zum Vorlesen dazu. Hakt ein Schritt dauerhaft, ändert ihr den Schritt oder die Uhrzeit, nicht die ganze Routine.

Wann kippen Routinen? Ferien, Zeitumstellung, Umbrüche

Routinen kippen in Phasen, in denen sich der Tagesablauf verschiebt, vor allem in den Ferien, bei der Zeitumstellung und bei Umbrüchen wie Schulwechsel, Krankheit oder einem neuen Geschwisterkind. Das ist normal; wichtig ist, die Reihenfolge zu halten, auch wenn die Uhrzeiten wandern.

Ferien. Behaltet die Abendroutine in derselben Reihenfolge bei, nur später. Die AAP rät grundsätzlich zu gleichen Aufstehzeiten an Werk- und Wochenendtagen; in den Ferien hält eine Verschiebung von höchstens etwa einer Stunde den Rhythmus stabil (redaktionelle Erfahrung). In der letzten Ferienwoche verschiebt ihr Schlafens- und Aufstehzeit in Schritten von etwa 15 Minuten alle ein bis zwei Tage zurück.

Zeitumstellung. Im Herbst wird die Uhr eine Stunde zurückgestellt; viele Kinder sind dann morgens eine Stunde zu früh wach und abends eine Stunde zu früh müde. Im Frühjahr ist es umgekehrt. Verteilt die Stunde über einige Tage, statt sie auf einmal umzustellen. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) rät vor der Umstellung auf die Sommerzeit, Kinder vier bis fünf Tage vorher jeden Tag 15 Minuten früher aufstehen und ins Bett gehen zu lassen; im Herbst geht es entsprechend in 15-Minuten-Schritten später.

Umbrüche. Bei Krankheit oder nach einer Reise darf die Routine kürzer sein: Zähne, Schlafanzug, eine Geschichte. Sobald der Alltag zurück ist, kommt der volle Plan wieder. Wenn eine Routine wochenlang nicht mehr greift, fangt wie beim ersten Mal an: beobachten, neu auswählen, zwei Wochen begleiten.

Papier oder App?

Für die tägliche Morgen- und Abendroutine ist Papier meistens die bessere Wahl: Bildkarten im Bad und ein Plan an der Garderobe sind ohne Bildschirm sichtbar, und das passt zur bildschirmfreien Stunde vor dem Schlafen. Die Schritte einer Routine sind Grundpflichten und bleiben unbezahlt.

Eine App wird interessant, wenn der Wochenplan mit wechselnden Terminen und Aufgaben für mehrere Kinder unübersichtlich wird. Die Familien-App Pepp kann Aufgaben als wiederkehrende Quests abbilden, täglich, wöchentlich oder an festen Wochentagen wie Montag, Mittwoch und Freitag; das Kind sieht in seiner Ansicht, was heute ansteht. Weil Quests in Pepp mit einer Belohnung in Geld oder Medienzeit verbunden sind, eignen sie sich für echte Extra-Aufgaben im Wochenplan, nicht für Zähneputzen oder Schultasche packen.

Fazit

Eine gute Abendroutine für Kinder und eine ruhige Morgenroutine beruhen auf wenigen Schritten in fester Reihenfolge, einer Licht-aus-Zeit aus Aufstehzeit minus Schlafbedarf und einer bildschirmfreien letzten Stunde. Die AASM empfiehlt für 3- bis 5-Jährige 10 bis 13 Stunden Schlaf inklusive Mittagsschlaf und für 6- bis 12-Jährige 9 bis 12 Stunden. Verlegt alles, was morgens Stress macht, auf den Vorabend, nutzt Bildkarten für Kinder, die noch nicht lesen, und ergänzt die tägliche Routine um einen Wochenplan für das, was nur an bestimmten Tagen anfällt. Wenn die Routine in den Ferien oder bei der Zeitumstellung kippt, haltet die Reihenfolge und verschiebt nur die Zeiten.

Häufige Fragen

Wie sieht eine gute Abendroutine für Kinder aus?

Eine gute Abendroutine hat 4 bis 6 Schritte in immer gleicher Reihenfolge und wird ruhiger, je näher das Bett rückt: Schultasche packen, Bildschirme aus, waschen, Schlafanzug, Zähne putzen, Vorlesen, Licht aus. Sie dauert bei Grundschulkindern etwa 45 bis 60 Minuten. Entscheidend ist nicht die Länge, sondern dass sie jeden Abend gleich abläuft.

Wann sollte ein Kind ins Bett gehen?

Rechnet rückwärts: Aufstehzeit minus Schlafbedarf. Ein Grundschulkind, das um 6:45 Uhr aufsteht und rund 10,5 bis 11 Stunden schläft, sollte etwa zwischen 19:45 und 20:15 Uhr schlafen. Die AASM empfiehlt für 6- bis 12-Jährige 9 bis 12 Stunden; innerhalb dieser Spanne ist der Bedarf von Kind zu Kind verschieden.

Wie lange vor dem Schlafen sollten Kinder keine Bildschirme mehr nutzen?

Mindestens eine Stunde. Die Leitlinie der deutschen Kinder- und Jugendärzte empfiehlt, in der letzten Stunde vor dem Schlafengehen keine Bildschirmmedien zu nutzen. Die Stiftung Kindergesundheit rät sogar, digitale Medien in den letzten zwei bis drei Stunden möglichst zu meiden; Smartphones gehören nachts nicht ins Kinderzimmer.

Ab welchem Alter funktioniert ein Routineplan?

Ab etwa 3 Jahren mit Bildkarten statt Text, weil Kinder dann Abfolgen verstehen. Bis etwa 5 Jahre begleitet ihr jeden Schritt, im Grundschulalter arbeitet das Kind den Plan zunehmend allein ab. Ab etwa 10 Jahren braucht es meist keinen Plan mehr, sondern nur noch feste Eckpunkte wie die Licht-aus-Zeit.

Wie bekommt man die Routine nach den Ferien wieder hin?

Verschiebt in der letzten Ferienwoche die Schlafens- und Aufstehzeit schrittweise zurück, etwa um 15 Minuten alle ein bis zwei Tage. Hilfreich ist, die Abendroutine auch in den Ferien in derselben Reihenfolge beizubehalten, nur später. Die Kinderärzte der AAP raten zu gleichen Aufstehzeiten an Werktagen und Wochenenden.

Pepp

7 Tage kostenlos testen

Ein Preis für die ganze Familie, jederzeit kündbar. Keine Werbung, keine Zahlungsdaten deines Kindes.

Laden im App StoreJetzt bei Google Play
Florian Kelm

Über den Autor

Florian Kelm

Marketing & Wachstum bei Pepp, BlueBranch GmbH

Florian verantwortet bei der BlueBranch GmbH in Fürth das Marketing von Pepp und schreibt hier über Taschengeld, Aufgaben und Medienzeit – mit dem, was Familien in der App tatsächlich einstellen, und dem, was Jugendämter und Studien dazu empfehlen.

Über Pepp und die Redaktion

War dieser Ratgeber hilfreich?

Quellen

  1. American Academy of Sleep Medicine – Recommended Amount of Sleep for Pediatric Populations (Paruthi et al., J Clin Sleep Med 2016, PDF)
  2. kindergesundheit-info.de (BIÖG) – Von Schlafbedarf und Schlafdauer
  3. kindergesundheit-info.de (BIÖG) – Einschlaftipps (1–6 Jahre)
  4. DGKJ/AWMF – Leitlinie zur Prävention dysregulierten Bildschirmmediengebrauchs (S2k, Reg.-Nr. 027-075), Empfehlungen 4 und 5
  5. Kinderärzte im Netz / Stiftung Kindergesundheit – Zu viel Bildschirmzeit bringt Kinder um den Schlaf
  6. American Academy of Pediatrics, HealthyChildren.org – Healthy Sleep Habits: How Many Hours Does Your Child Need?
  7. Kinderärzte im Netz (BVKJ) – Zeitumstellung: Vorbereitung erleichtert Kindern Anpassung an neuen Tag-Nacht-Rhythmus

Redaktioneller Hinweis: Zahlen und Empfehlungen wurden mit den hier verlinkten Primärquellen (Gesetzestexte, Fachgesellschaften, Jugendämter) abgeglichen. Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechts- oder ärztliche Beratung.

7 Tage gratis starten